Sonntag, 17. Mai 2015

Flitterschnipsel

Wir hatten eine traumhaft schöne Hochzeitsfeier. Anders kann ich das gar nicht sagen. Fast alles hat so geklappt wie ich wir es geplant hatten, das Wetter war für April erstaunlich gut und die Gäste waren durchweg zauberhaft und haben uns viele liebevoll vorbereitete Überraschungen bereitet! Wir bekamen vom alasKAgirl z.B. so eine tolle Hochzeitszeitung, dass ich mir gar nicht ausmalen mag, wie viele Stunden sie daran wohl gesessen hat. Ein wenig abschätzen kann man es, wenn man diesen Blogpost liest. Vielen Dank nochmal dafür, auch an alle anderen Autoren!
Ich bin jedenfalls fast ein wenig traurig, dass dieses grosse, schöne Fest jetzt vorbei ist und ich so bald wohl nicht mehr mit allen Verwandten und Freunden feiern werde. Falls also jemand der Mitlesenden Hilfe bei der Organisation einer Hochzeit braucht...ich wäre bereit!

Damit wir erst gar nicht ins grosse post-Hochzeits-Loch fallen können, flogen wir zwei Tage nach der Feier in die Flitterwochen. Wir fuhren mit einem Mietwagen 2,5 Wochen durch Florida, und das war mindestens so grandios wie die Hochzeitsfeier. Hier ein paar Erinnerungen: 

Schon der Flug mit der Swiss war toll. Selbst in der Holzklasse konnte jeder sein Lieblingsspielfilmprogramm auf einem eigenen Bildschirm schauen. Ich sah "The Rewrite" (halt ein klassischer Hugh-Grant-Film), "Honig im Kopf" (halt ein klassischer Schweiger-Film) und "Good Morning Vietnam" (dabei schlief ich allerdings ein, sah ihn also doch nur halb). 

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Nach der Ankunft in Miami Beach schlief ich erstmal meinen Jetlag aus, während der Lieblingsbasler schon den Ocean Drive erkundete. Abends zeigte er mir dann die Highlights. 

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Von Miami Beach fuhren wir direkt nach Key West in ein kleines B&B in einer Querstrasse der Duval Street. Wir besichtigten das Hemingway House mit all den sechszehigen Katzen (angeblich alles Nachfahren von Hemingways Katze), trafen viele Hühner (die laufen auf Key West frei herum und dürfen bei 500 Dollar Strafe nicht geschlachtet werden), schauten uns pflichtschuldigst die Sundownparty am Mallory Square an und badeten im total warmen Meer.






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Den Southernmost Point auf Key West werde ich wohl für immer in Erinnerung behalten. Ich schaffte es nämlich, so unglücklich dagegen zu stolpern, dass ich mir eine Platzwunde an der linken Augenbraue zuzog. Und wie es halt so ist, der Schuster hat die schlechtesten Schuhe, beim Elektriker brennt kein Licht und ich, ich hatte noch nicht einmal ein Klammerpflaster dabei. Die deutsche Krankenschwester, die zufällig auch am Southernmost Point war, glücklicherweise aber schon. 

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Auf Key Largo schwammen wir während eines tropischen Platzregens, der genau so lange dauerte wie unser Delphinprogramm, mit Isaac, dem Babydelphin. 

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In den Everglades war es furchtbar heiss. Wir beobachteten Alligatoren, rosa Löffler, Schildkröten, Geier und was es da sonst noch alles hatte. 





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In die Universal Studios wollte ich ja vor allem wegen der Harry-Potter-Themenwelt. Der Lieblingsbasler hat mit HP so überhaupt nichts am Hut, aber selbst er fand die Winkelgasse, den Hogwarts-Express, Hogsmeade und Hogwarts so gut gemacht, dass er jetzt sogar die ersten beiden Filme mit mir angeschaut hat!
Nur das Butterbier, das hatte ich mir irgendwie leckerer vorgestellt...



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Die älteste Stadt der USA heisst St. Augustine. Sagen sie jedenfalls in St. Augustine. Wir lernten viel über die spanischen Siedler, die französischen Siedler, die Seminolen, die englischen Siedler und den Eisenbahnmagnaten Henry Flagler, besichtigten eine Gindestillerie und eine Schokoladenfabrik und hingen ansonsten auf der porch swing in unserem B&B ab. 




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Im Homosassa National Park konnten wir Manatees (Seekühe) beobachten. Bedenklich finde ich, dass die wirklich nur Salat fressen. Wenn man sich Seekühe so anschaut bringt das also auf Dauer auch nix.
Wie lange ein Seemann wohl auf See gewesen sein muss, um eine Manatee mit einer Meerjungfrau zu verwechseln, das mag man sich so gar nicht vorstellen.  




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In Tarpon Springs leben viele Nachkommen von griechischen Schwammtauchern. Wir gerieten am Pier zufällig in ein griechisches Strassenfest hinein und fühlten uns für einen Abend wie am Mittelmeer. 



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Seit wir das Spiel "Tampa Bay Rays - Baltimore Orioles" live im Stadion geschaut haben, hat der Lieblingsbasler ein neues Hobby. Er ist jetzt auch noch Baseballfan und checkt jeden Morgen erstmal die neusten Tabellen. Baseball wird nämlich jeden Tag gespielt, jedenfalls während der Saison. 



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Die letzten Tage verbrachten wir an der Golfküste, genauer gesagt auf Anna Maria Island. Und da war es so schön, da wäre ich dann doch sehr gerne noch viel länger geblieben. 



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Der Urlaub endete dann zu Hause mit einer Runde Babysitting bei der Nichte. Unglaublich, was der kleine Wurm in drei Wochen alles gelernt hat!

 

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