Freitag, 9. Mai 2014

Perspektivenwechsel

 
 
Neulich war ich nach fast zwei Wochen "Liegen, liegen, liegen" endlich mal wieder im OP. Leider nur in einer passiven Rolle, und das kam so: auf "yippieh, ich bin schwanger" folgte recht rasch die Diagnose drohende Fehlgeburt (und damit eben das Liegen und Warten) und eine Woche später dann die Diagnose einer Missed Abortion, weil sich in der Gebärmutter leider nichts weiter entwickelt hatte. Bei der Vorstellung in der Klinik am Folgetag, welche eigentlich nur der Planung einer Kürettage hätte dienen sollen, stellte sich dann heraus, dass sich die Schwangerschaft wohl doch weiterentwickelt hatte, das aber dummerweise im rechten Eileiter. Somit fuhr ich nicht wieder nach Hause, sondern zügig in den OP. Ging aber alles gut, und ich bin um einige Erfahrungen reicher. Ich weiss jetzt, dass die Bauchdrainagen wirklich ganz schön weh tun können (wusste ich vorher ja theoretisch auch schon, jetzt eben auch praktisch), ich weiss, dass man den Patienten spätestens am zweiten Tag nach der OP das Duschen erlauben MUSS und ich weiss, wie unglaublich beruhigend die Anwesenheit einer richtig echten Ordensschwester als Krankenschwester wirkt. Kirchliche Häuser rocken!
Jetzt bin ich wieder zu Hause, lege noch ein paar Tage die Füsse hoch, ziehe mir nächste Woche die Fäden und darf dann endlich auch wieder aktiv in den OP.
Gefällt mir auf Dauer irgendwie besser. 

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Gute Besserung für dich!!