Montag, 15. April 2013

Gehört und gemocht



Weil ich auf dem Weg zur Arbeit nicht immer nur Radio hören mag, leihe ich mir gelegentlich Hörbücher aus der Bibliothek aus. Eigentlich lese ich sehr viel lieber selbst. Ich lese nämlich sehr schnell, daher ist mir das Vorlesetempo der Hörbücher meist zu langsam und ich drifte mit den Gedanken ziemlich schnell ab. Da Selberlesen am Steuer aber keine Option ist, müssen es manchmal eben doch Hörbücher sein. Am besten gehen Hörspiele.
"Das Kind von Noah" von Eric-Emmanuel Schmitt ist eher ein Hörspiel als ein Hörbuch. Ich mochte es sehr, vor allem die Stimme von Pater Pons.

Joseph ist 1942 sieben Jahre alt und lebt mit seinen Eltern in Brüssel. Josephs Eltern sind Juden, somit ist es auch Joseph, obwohl er gar nicht so recht weiss, was das nun genau bedeutet. Aus Angst vor den Nazis geben ihn seine Eltern zunächst zu einem adligen Ehepaar. Als es auch dort nicht mehr sicher ist, landet er - mit falschen Papieren ausgestattet - in der "Gelben Villa" bei Pater Pons, einem katholischen Geistlichen. Tagsüber ist Joseph ein katholischer Waisenjunge, nachts erfährt er, was es mit dem Judentum auf sich hat.

Eine schöne Geschichte über Toleranz und Weltoffenheit mit tollen Charakteren. Mein absoluter Liebling war übrigens die Apothekerin!

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