Freitag, 1. Februar 2013

Januarschnipsel zum Februar

Das Jahr ist nun schon einen Monat alt, und ich habe immer noch nichts gebloggt. Dabei ist es nicht so, dass es nichts zu Bloggen gäbe. Aber wenn es etwas zu Bloggen gibt, habe ich keine Zeit, und wenn ich dann Zeit habe ist entweder der Computer aus (und Bloggen auf dem Ipad macht bei längeren Texten nun wirklich keinen Spass), oder mir ist einfach nicht nach Texte verfassen. Damit ich in einigen Jahrzehnten trotzdem noch ungefähr weiss, was im Januar 2013 so los war, hier ein paar Januarschnipsel (denn "Schnipseln" wollte ich sowieso schon immer mal): 

- Der Januar fing gleich mal gut an, nämlich mit einem 24h-Dienst am 1. Januar. Und wer jetzt denkt, dass es da im Vergleich zur Silvesternacht sicher ruhig sei, weil alle ihren Kater pflegen müssen: weit gefehlt! Ab dem frühen Nachmittag kommen nämlich all jene in die chirurgische Notaufnahme, die dazu nachts zu betrunken waren und nach dem Aufstehen dann merken, dass da doch irgendwas weh tut! Und das sind...viele, und nur ein geringer Prozentsatz ist dann auch schon wieder komplett nüchtern. 

- Im Januar fand mein Gespräch zum Ende der Probezeit statt (warum das allerdings 1,5 Monate vor Ende der Probezeit stattfinden musste, war mir nicht ganz klar. Sei`s drum!). Das Gespräch verlief für mich überaus erfreulich, denn zum einen lasse ich mir ja wirklich ganz gerne den Bauch pinseln, und zum anderen wurde meine Bitte darum, von März bis Dezember auf 80% zu reduzieren, ohne Umschweife erfüllt. Denn obwohl meine Arbeits- und Dienstbelastung im Vergleich zu früher absolut erträglich ist, wann ich noch die Zeit finden sollte um auf meine Ende des Jahres anstehende Facharztprüfung zu lernen war mir nicht so ganz klar. Meine wenigen freien Wochenenden sind mir inzwischen nämlich heilig! So einen Quatsch wie damals, als ich eine Dissertation parallel zu einem 10050%Job an den freien Wochenenden und im Urlaub schrieb, mache ich sicher nicht noch einmal. Für sowas bin ich inzwischen einfach zu alt ;-)
Langer Rede kurzer Sinn: ab März bin ich vorübergehend Teilzeitschnecke (und werde einmal die Woche acht Stunden am Schreibtisch sitzen und den Chirurgen rauf und runter lesen...is klar)!

- Der Boxer machte uns am ersten Januarwochenende ordentlich Kummer. Samstagvormittags lag er plötzlich krampfend auf dem Boden und konnte die Hinterbeine nicht mehr bewegen. Eine Blutuntersuchung, ein CCT (interessant übrigens, wie unglaublich klein so ein Hundehirn im Vergleich zu einem menschlichen Gehirn wirkt), eine Lumbalpunktion und etliche bange Wartestunden später wussten wir immer noch nicht, was das nun gewesen war. Dem Boxer selbst ging`s abends wieder prächtig, meine Schwester erholt sich gerade noch vom Schock, den die Rechnung auslöste, und am wahrscheinlichsten wird es wohl eine Late-Onset-Epilepsie gewesen sein. 

- Der Lieblingsbasler und ich spazierten an einem anderen Januarwochenende ein wenig durchs Basler Umland. Das war zwar sehr schön, vor allem wenn man bedenkt, dass der Januar nun wirklich nicht mein Lieblingsmonat ist (kommt gleich hinter November und Februar, ehrlich!), aber so wirklich warm werde ich mit meiner momentanen Umgebung und vor allem mit den Eidgenossen trotzdem nicht. Auf lange Sicht zieht es mich doch wieder in die Heimat. Allein schon deshalb, weil man in Deutschland Kaffee- und Kuchen- Verabredungen mit Freunden nicht zwei Monate im Voraus planen muss. Nichtmal unter Dienstplanabhängigen!

- Zu Kaffee und Kuchen trafen wir uns dann auch recht kurzfristig mit meiner liebsten Studienfreundin (in Deutschland, is klar). Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke wollten überreicht werden, und nach einigen unschönen Erlebnissen mit der Post bringe ich sowas ganz gerne persönlich an die Frau. Der Lieblingsbasler fährt fürchterlich gerne Zug, die liebste Studienfreundin wohnt direkt gegenüber des Bahnhofs und die Regionalbahn brachte uns ohne Umsteigen mit dem Schönen-Wochenend-Ticket (oder wie auch immer das inzwischen heissen mag) ans Ziel. Die Hinfahrt war auch prima, wir lasen ein paar Stunden vor uns hin und fielen dann aus der Zug- in die Haustür. Die Rückfahrt bestätigte mich in meiner Meinung, dass die Kombination aus Regionalbahn, Vorfasnachtsveranstaltungen und Alkohol bei in Minderjährigen einfach nicht meins sind. 

- Manchmal finde ich es schon sehr schade, dass ich über meine Arbeit so gut wie nichts schreiben kann. Aber ich blogge hier nur halb-anonym, und da ist es so eine Sache mit der Schweigepflicht. Bleibt es also bei Marmeladenrezepten, Boxergeschichten und Fotos von Keksen...

Und schon ist Februar! Im Februar gibt es Fasnacht, Basler Fasnacht und Urlaub, und dann ist auch bald wieder März. Und der März ist ja eigentlich fast schon ein Frühlingsmonat, und darauf freue ich mich nun wirklich schon sehr!



 

1 Kommentar:

SAPRI hat gesagt…

Bloggen übers ipad finde ich auch furchtbar und manchmal kommt man einfach zu nichts :)
Wünsche dir eine schöne Woche :)

Lieben Gruß
Sarah
http://sapri-design.blogspot.de/